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Bürgernähe
 
Da wir die Freien Wähler für Bürgernähe stehen, wollen wir unter dieser Rubrik allen Bürgen von Herbsleben die Möglichkeit geben, uns Fragen, Anregungen sowie Ängste und Sorgen rund um die Gemeinde Herbsleben zu übermitteln. Wir werden Ihnen keine Antwort schuldig bleiben.
 
Senden Sie einfach eine E-Mail an: info@freie-waehler-herbsleben.de
 
 
Wenn Ihre Anfrage auch für andere Bürger interessant ist, würden wir diese gern anonymisiert hier veröffentlichen, natürlich Ihr Einverständnis vorausgesetzt.

 
Herbsleber Gewichtheber bleiben standfest
 
Wie in der TA vom 26.02.2019 bekannt gegeben, nimmt der ASV Herbsleben Stellung zur Situation des Sporthallenneubaus. Der Vorsitzende des ASV Herr Christopher Roland bat uns um Veröffentlichung des Textes, damit jeder sich sein eigenes Bild machen kann. Aber lesen Sie selbst.
 
 
Herbsleber Gewichtheber bleiben standfest
 
Der ASV nimmt Stellung zur aktuellen Situation zum Projekt Neubau Zweifelderhalle
 
 
Das wohl strittigste Thema in der Gemeinde Herbsleben ist der Neubau der geplanten Zweifelderhalle auf dem Platz der Deutschen Einheit. Scheinbar gibt es nur noch Befürworter und Gegner für das Projekt „Neubau Schulsporthalle“.  Die Gewichtheber wurden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, dass die heutige Mehrzwecksporthalle (MZSH) für eine neue Schulsporthalle weichen muss. Der gesamte Verein fühlte sich vor den Kopf gestoßen. „Warum werden wir nicht gefragt“ hieß es von Mitgliedern des ASV. Schließlich ist es nicht nur der Spargel in Herbsleben, sondern auch die Gewichtheber, die die Gemeinde überregional bekannt gemacht haben.
 
Zum Hintergrund: Nach dem das Gewichtheben der Gemeinde immer mehr Anhänger fand, wurde Anfang der 70er Jahre eine Gewichtheberhalle gebaut, die ausschließlich für den Sport Gewichtheben ausgelegt wurde. Nicht nur kommunales Geld floss in den Bau der Halle, auch ehemalige Sportler leisteten viele Stunden freiwillige Arbeit. So ist es den Herbslebener nicht zu verdenken, dass ihr Herzblut an der Halle hängt. In der Halle selbst wurden vier Trainings- und eine Wettkampfbohle verbaut, welche den Sportlern die besten Bedingungen für ihren Sport boten. Nach vierzig Jahren Gewichtheben wurden im Jahr 2007 über hunderttausend Euro in die Halle investiert, um diese aufwendig zu sanieren. Nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern auch aus moralischen Gründen entschied sich der ASV für den Erhalt der MZSH.
 
Der ASV beteiligte sich an einer Unterschriftensammlung für den Erhalt der Halle. Nachdem der Gemeinderat sich mit knapper Mehrwert für den Neubau aussprach, war Allen klar, diesen Kampf geben wir noch nicht auf, die existenziellen Vorrausetzungen für den Verein müssen erhalten bleiben. Der Verein strebte einen Kompromiss an, um die den Trainings,- und Wettkampfbetrieb aufrecht zu erhalten.   
 
Uns war bewusst, dass eine Konfrontation eine ungünstige Ausgangsposition ist. So fanden mit dem Bürgermeister Reinhard Mascher in Beisein von Vertretern des ASV Gespräche statt. Unabhängig von politischen oder finanziellen Gegebenheiten wurden dem ASV ein 9 Meter breiter und 14 Meter langer Trainingsraum sowie eine Wettkampfbohle in der neuen Zweifelderhalle zugesagt. Betrachtet man diese Gegebenheiten, ist dies aus rein sportlicher Sicht ein fairer Kompromiss. Objektiv gesehen, wäre der ASV weiterhin sehr gut aufgestellt. Wenn es so kommen wird.
 
Zeitgleich wurde aber auch dem ASV zugesagt, dass bis zur Fertigstellung der neuen Sporthalle die MZSH in vollen Zügen zur Verfügung steht. Nachdem der Kompromiss geschlossen wurde, bat der ASV lediglich um Transparenz hinsichtlich des Bauprojektes.
 
Offensichtlich wurde die Transparenz seitens der Gemeinde nicht ernst genommen. Am 14.12.2018 erfuhr der Gewichtheberverein, dass ab dem Februar 2019 der Schulsport in der MZSH stattfinden wird. Bei einem erneuten Gespräch mit dem Bürgermeister Reinhard Mascher wurde die neue Situation bestätigt. Und ja, erneut war es der ASV der einen Schritt zurückging und das gesamte Hantelmaterial sowie Fitnessgeräte in den bestehenden separaten Aufwärmraum räumte. Zu diesem Zeitpunkt wurde dem Verein fest zugesagt, dass alle Heberbohlen welche existenziell für die Gewichtheber notwendig sind, erhalten bleiben.
 
Am 08. Januar 2019 fand ein Gesprächstermin mit zahlreichen Vertretern, welche  die Gewichtheberhalle zukünftig für den Schul- bzw. Freizeitsport nutzen, statt. Hier wurde klar, dass sich der Bürgermeister nicht an seine Absprachen hält oder halten kann.
 
Um den Schulsport zu gewährleisten, müssen nun doch die Gewichtheberbohlen weichen. Das Team um den ASV bedauert es sehr, dass seitens der Gemeinde, keine geeignete Lösung gefunden wurden, den notwendigen Schulsport wie gewohnt durchführen zu können.
 
Der ASV hat sich bis zum heutigen Zeitpunkt aus den kommunalpolitischen Gegebenheiten zurückgehalten, um die bestmöglichen Bedingungen für den Sportverein zu erzielen.
 
Ich als Vereinsvorsitzender des ASV stimmte in keinen der stattgefundenen Gespräche, dem Neubau einer Zweifelderhalle und dem Abriss der Mehrzwecksporthalle zu. Die Äußerung im letzten Amtsblattes „Unstrut- Kurier“ der Einheitsgemeinde Herbsleben Zitat „Der Vorsitzende des ASV, Herr Roland, hat trotz der vorrübergehenden Trainingseinschränkungen in der MZSH, die volle Unterstützung des ASV zum Projekt Neubau der Zweifelderhalle zugesichert“ weise ich vehement zurück. Dieser Satz ist eine völlige Fehlinterpretation.
 
Wie vorher erläutert, ist der Verein aus rein sportlicher Sicht kompromissbereit. Der Athleten Sportverein Herbsleben e.V. mit seinen Mitgliedern verwehrt sich dagegen, für kommunalpolitische Entscheidungen benutzt zu werden!
 
Wir, als Sportverein wünschen der Gemeindeverwaltung viel Kraft und einen langen Atem die Baumaßnahme zur Zufriedenheit aller Bürger und ins Besonderen der Sportler zeitnah umzusetzen.
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